Aktuelles

18 Beiträge

Call for Papers: Workshopreihe „Kritisches Kartieren“

22.-24. Juni 2023

Körper und Dinge kartieren

Anschließend an einen erfolgreichen Workshop im vergangenen Jahr, der darauf zielte kartographische Beiträge und Perspektiven aus Design, Kunst und Geographie ins Gespräch zu bringen, laden wir 2023 erneut nach Halle ein.  

Körper und Dinge kartieren – der Titel des diesjährigen Workshops weist eine Doppeldeutigkeit auf, die das Themenspektrum abstecken soll: Körper und Dinge werden einerseits zu einem Gegenstand kartographischer Praktiken – sie werden kartiert –, können aber andererseits selbst als aktiv kartierende Instanzen adressiert werden – sie kartieren. Während ersteres eher bestehende kartographische Konventionen und exemplarisch den klassischen Modus ‚thematischer Kartographie‘ beschreibt, was auch für weite Teile kritischen Kartierens gilt, so nimmt diese Doppeldeutigkeit sowohl die Inspirationen neuer Materialismen, nicht-repräsentationaler, handlungs- und praxistheoretischer sowie materiell-semiotischer Ansätze auf, als auch – stärker zeitdiagnostisch und konkret auf den Alltag gewendet – die Rolle von Sensoren und Automatisierung in der Produktion geographischen Wissens. Smartphones, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte, immer mehr Dinge um uns herum produzieren räumliche und raumbezogene Daten über ihre Umgebung.

Dabei ist die herkömmliche Karte als (Re-)Präsentation geographischer Zusammenhänge nur ein möglicher Output eines Trackings und Tracings ortssensitiv gewordener Technologien. Doch als tradierte Formen der Vermittlung bleiben kartographische Visualisierungen besonders wirksam im gesellschaftlichen Diskurs. Was bedeutet es also für eine kritische Kartographie, die ihre Wurzeln in der Repräsentations- oder Inhaltsforschung hat, wenn humane und non-humane Interaktionen, Praktiken und Identitäten sowie die damit einhergehenden Materialitäten von Körpern, aber auch Medien(-technologien) in den Blick genommen werden? Mit welchen Methoden können wir diese Entwicklungen verstehen und adressieren?

Zur Diskussion dieser und weiterer Fragen möchten wir im Rahmen des Workshops interdisziplinäre Perspektiven und Ansätze zusammenführen, welche einerseits die Ausweitung kartographischer Praktiken auf verschiedenste Lebens- und Gesellschaftsbereiche thematisieren und andererseits neue Formen kartographischer Wissensproduktion entwickeln und kritisch analysieren. Hierbei interessieren wir uns besonders, aber nicht ausschließlich, für Einreichungen aus Medienwissenschaften, Geographie und benachbarten Feldern, Kunst- und Designwissenschaften sowie Kulturwissenschaften, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Geomedien und Technologien der Lokalisierung
  • Geschichte und Gegenwart des Trackings und Tracings von Menschen und Dingen
  • Sensorische Geographien
  • Automatisierungen und die KI-gestützte Produktion kartographischer Informationen und karto­gra­phischen Wissens
  • Kartieren aus einer Critical Zones-Perspektive
  • Ethische Fragen und Fragen der accountability von Daten und Technologien

Wir freuen uns über Beitragsvorschläge (Abstracts ca. 250 Wörter) bis zum 19.03.2023 an finn.dammann@fau.de und nora.kuettel@geo.uni-halle.de. Die Rückmeldung zu den Einsendungen erfolgt bis zum 02.04.2023.

Neben klassischen Paper-Präsentationen ist der Workshop offen für experimentelle und praktische Formate.

Der Workshop findet vom 22.-24.06.2023 in Halle (Saale) statt und wird gemeinsam von Boris Michel, Pablo Abend, Nora Küttel (Halle), Finn Dammann (Erlangen), Lea Bauer und Francis Harvey (Leipzig) organisiert.

Ausschreibung Studentische Hilfskräfte in der Arbeitsgruppe „Digitale Geographie“

Im Fachgebiet „Digitale Geographie“ sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Stellen für Studentische Hilfskräfte (mit oder ohne BSc-Abschluss) zu besetzen.  Das Fachgebiet beschäftigt sich in Forschung und Lehre sowohl mit Methoden der Geodatenanalyse, Statistik und Geovisualisierung wie auch mit kritischen Geographien der digitalen Transformation. Schwerpunkte liegen dabei u.a. auf Themen der Stadtgeographie.

Voraussetzungen

  • Interesse an den Lehr- und Forschungsschwerpunkten des Fachgebiets „Digitale Geographie“
  • Interesse am Themen der kritischen Geographie
  • Selbstständige und detailorientierte Arbeitsweise

Aufgaben u.a.

  • Unterstützung in der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen  des Fachgebiets
  • Unterstützung von Forschungsprojekten
  • Literaturrecherche
  • Korrektur- und Lektorat von Publikationen

Interessent*innen schicken bitte eine aussagekräftige Bewerbung bis zum 31.1.2023 an Prof. Dr. Boris Michel boris.michel@geo.uni-halle.de

Bericht zur Tagung „Räume Digitaler Zukünfte“ / Gründung Arbeitskreis „Digitale Geographien“

Vom 16. bis 18. November 2022 kamen für die Tagung „Räume Digitaler Zukünfte“ rund 50 Interessierte der raumbezogenen Digitalisierungsforschung zusammen, um fachlich und organisatorisch gemeinsam weiterzudenken.

Gruppenfoto vom AK-Gründungstreffen in Halle (Saale)
Gruppenfoto vom AK-Gründungstreffen in Halle (Saale) (Foto: Boris Michel)

Auf der fachlichen Seite boten im Programm drei Sessions mit je zwei parallelen Streams sowie zwei Podiumsveranstaltungen diverse Inputs und eine Grundlage für den inhaltlichen Austausch. So konnten die Teilnehmenden u.a. Fragen zum Wandel von Arbeit, Infrastrukturen, Planungspraxis und ökologischer Nachhaltigkeit unter den Vorzeichen der Digitalisierung diskutieren. Die beiden Podiumsveranstaltungen – eine Sammelband-Präsentation zu „Platformization of Urban Life“ und ein Author meets Critics zur Publikation „Infrastrukturen der Biosicherheit“ – boten zudem die Möglichkeit weiterer Vertiefung. Ein Vernetzungsabend für junior researcher erleichterte darüber hinaus den Einstieg und Austausch im Forschungsfeld.

Organisatorisch diskutierten die Teilnehmenden zudem Fragen zur Nachfolge des ehemaligen DFG-geförderten Netzwerks „Digitale Geographien“. Aus diesem Zusammenhang wurde über das vergangene Jahr gleich an mehreren Projekten gearbeitet: der Digitalisierung des Handbuchs „Digitale Geographien“ und der Gründung eines Journals für Digitalisierungsforschung an der Schnittstelle von Raum, Technik und Gesellschaft. Beide Stränge wurden vor Ort weiterentwickelt. Außerdem waren nach dem Ablauf der Förderung auch die Fragen zu klären, in welcher organisatorischen Form Interessierte in Zukunft zusammengebracht werden könnten und ob dieses Ziel über einen eigenen Arbeitskreis verfolgt werden sollte.

In Austausch und Diskussion kristallisierte sich heraus, dass es sinnvoll wäre, in Zukunft als Arbeitskreis „Digitale Geographien“ institutionell sichtbar und ansprechbar zu werden. Dabei soll jedoch weiterhin eine jährliche Tagung der Hauptort bleiben, der niedrigschwellig Wissenschaftler*innen und Interessierte zusammenbringt (hier mehr zum Konzept). Als Ansprechpersonen des Arbeitskreises wurden für das erste Jahr jeweils zwei der Organisator*innen der letzten sowie der kommenden Tagung bestimmt (Leonie Büttner, Yannick Ecker, Malve Jacobsen, Astrid Matejcek).

Nach den zweieinhalb Tagen zu Räumen Digitaler Zukünfte konnten somit nicht nur raumbezogene Aspekte der Digitalisierungsforschung vertieft diskutiert werden, sondern auch gemeinsame Formen des Austauschs weiterentwickelt werden.

Die nächste Tagung findet Ende November 2023 in Mainz statt – für Rückfragen stehen die Ansprechpersonen des Arbeitskreises gerne bereit.

CfP: Wirtschaftsgeographien der Plattformökonomie: Vernetzungstreffen zu aktuellen Debatten und Forschungsperspektiven (6.-7.3.2023)

For the English version, click here.

Call for Participation: Workshop für Nachwuchswissenschaftler*innen

Im vergangenen Jahrzehnt sind in zahlreichen Lebensbereichen Plattformökonomien entstanden, die sich durch digitalisierte Mediation von sozialen und ökonomischen Beziehungen und neue Formen der digitalen Arbeitssteuerung und -organisation auszeichnen (Grabher/van Tuij 2020; Kenney/ Zysman 2019; Woodcock/Graham 2019). 

Wie digitale Plattformen ökonomische und soziale Beziehungen und Arbeit verändern, wird bereits in sehr unterschiedlichen Disziplinen erforscht. Arbeitssoziologische Perspektiven legen zum Beispiel das Augenmerk auf Formen der algorithmischen Arbeitssteuerung und untersuchen ihre Folgen für die Kontrolle im Arbeitsprozess (Griesbach et al. 2019; Heiland 2021). Autor*innen aus den Kommunikations- und Medienwissenschaften beschäftigen sich mit der differenzierten Betroffenheit von Arbeiter*innen entlang von Linien wie Klasse, race und Geschlecht (van Doorn/Vijay 2021; Gebrial 2022). Stadtgeographische und stadtsoziologische Perspektiven zentrieren die Wichtigkeit des Stadtraums unter dem Schlagwort Plattformurbanismus (Ecker/ Strüver 2022; Strüver/Bauriedl 2022).

Wir möchten diese aktuellen Entwicklungen in der Plattformökonomie aus einer dezidiert wirtschaftsgeographischen Perspektive diskutieren und laden dazu 15 Nachwuchswissenschaftler*innen (Doktorand*innen, Postdocs, Juniorprofs etc.) nach Berlin ein. Ziel des Workshops ist es zu diesem Thema forschende Wissenschaftler*innen aus der Wirtschaftsgeographie und verwandten Disziplinen zu vernetzen, gemeinsam aktuelle Forschungslücken und -fragen zu identifizieren und eine (wirtschafts-)geographische Forschungsagenda zur Plattformökonomie entlange folgender Schlagworte und Fragen zu entwickeln: 

  1. Soziale Reproduktion, Care crisis, Hausarbeit: Wie verändert die Plattformökonomie die gesellschaftliche Organisation der sozialen Reproduktion? Wie wird Sorgearbeit in der Plattformökonomie räumlich und sozial restrukturiert? 
  1. Feminisierung, (Inf)Formalisierung: Auf welche Weise trägt die Vergeschlechtlichung von Arbeit und Räumen zur Gestaltung von Arbeitsbedingungen in der Plattformökonomie bei? 
  1.  Migrationsinfrastrukturen, Visaregime: Inwieweit konstituieren Migrationspolitiken die kritische Rolle migrierter Personen als Arbeitskräfte in der Plattformökonomie? Wie nutzen migrierte Personen diese Form der Arbeit als Teil ihrer Migrationsprojekte? Welche Formen von (Im)mobilitäten werden ermöglicht?
  1. ‘Multiplication of labour’, kontingente Arbeit: Welche Formen der Diversifizierung und Intensivierung von Arbeits- bzw. Ausbeutungsverhältnissen bringen Plattformökonomien hervor? Welche Veränderungen der räumlichen und sozialen Zusammensetzung der Arbeiter*innenklasse sind in Plattformökonomien zu beobachten?
  1. Algorithmische Arbeitssteuerung, digitale Taylorisierung, digitale Unterschichtung: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen verschiedene Formen der digitalen Arbeitssteuerung auf? Auf welche Weise verändern sie Arbeitsverhältnisse und Belegschaften? 
  1. Plattformurbanismus: Welche Implikationen hat die Auflösung der Einheit von Betrieb, Raum und Arbeit für die Produktion städtischer Räume?
  1. Regulation, Organizing, Arbeitskämpfe: Welche Formen und Strategien der Durchsetzung von Arbeiter*innen-Interessen lassen sich beobachten? Inwieweit entsteht eine mit dem digitalen Produktionsmodell korrespondierende neue Regulationsweise? 
  1. Wertschöpfungsketten: Wie verändern Plattformen Machtbeziehungen, Organisation und Geographien von bestehenden Wertschöpfungsketten, z.B. im Einzelhandel oder in der Logistik? Welche neuen Wertschöpfungsketten entstehen rund um digitale Plattformen?

Der Workshop wird durch das Connex-Programm der Dr. Hans Riegel-Stiftung gefördert. Reise- und Übernachtungskosten können (anteilig) erstattet werden. 

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen bis zum 15.12.2022. Bitte reicht sie über das Online-Formular hier (unten) ein. Bewerbungen können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden, der Workshop selbst wird auf Englisch stattfinden.

Bei Rückfragen wendet Euch gerne an barbara.orth (at) fu-berlin.de

Eure Organisator*innen

Barbara Orth
Isabella Stingl
Tatiana López
Yannick Ecker

Application

The deadline for applications expired on 15/12/2022. We’ll get back to all applicants soon.

Neuerscheinung Buchbeitrag: „Lehrerprofessionalisierung durch Service Learning am Beispiel der digitalen Plattform ‚Klimaanpassung online verstehen‘“

Lindau, Anne-Kathrin; Thürkow, Detlef (2022): Lehrerprofessionalisierung durch Service Learning am Beispiel der digitalen Plattform „Klimaanpassung online verstehen“. In: Weselek, Johanna; Kohler, Florian, Siegmund; Alexander (Hg.): Digitale Bildung für nachhaltige Entwicklung. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-65120-9_14

Programm: Tagung „Räume Digitaler Zukünfte“, November 2022

Im Folgenden findet ihr das Programm und Veranstaltungshinweise zur Tagung „Räume Digitaler Zukünfte“, die vom 16.-18.11. am Institut für Geowissenschaften und Geographie der Universität Halle durchgeführt wird. Wir freuen uns auf euch!

euer Organisations-Team: Leonie Büttner, Yannick Ecker und Boris Michel

Programm (fortlaufend aktualisiert)

Mittwoch, 16.11.2022

ab 18 Uhr: Vernetzung junior researcher
Ort: siehe Einladungsmailing

Donnerstag, 17.11.2022

09:00 – 10:00 Uhr:
Frühstück

10:00 – 12:00 Uhr: Netzwerktreffen (Teil I)
Schwerpunkte: Kennenlernen, Arbeitsgruppenergebnisse zu Journal etc., Formierung als Arbeitskreis der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG)

12:00 – 13:00 Uhr:
Ankommen & Mittagspause mit Mittagessen, Eröffnung fachlicher Teil

13:15 – 14:45 Uhr: Paper-Session 1
Stream A: „Future of Labor“
Stream B: „Digitalisierung & Zeitlichkeit“

15:00 – 16:30 Uhr: Paper-Session 2
Stream A: „Politiken digitaler Infrastrukturen“
Stream B: „Konstruktion der Stadt durch computerbasierte Technologien“

17:00 – 18:30 Uhr: „Platformisation of Urban Life
Diskussion mit den Herausgeberinnen (Anke Strüver/Sybille Bauriedl) und Autor*innen (Autorinnen für urbanen Ungehorsam/Christiane Tristl/Henk Wiechers), mit einer englisch-sprachigen Einführung durch Lizzie Richardson und Moderation durch Moritz Altenried
Raum HS 4 1.43, Institut für Geowissenschaften und Geographie (Von-Seckendorff-Platz 4/Haltestelle „Weinberg Campus“)

19:00 Uhr: Abendessen
Ort: tba

Freitag, 18.11.2022

09:30 Uhr: Frühstück

10:00 – 11:30 Uhr: Paper-Session 3
Stream A: „Digitalisierung als Werkzeug?“
Stream B: „Digitale Zukunftserzählungen“

11:45 – 12:45 Uhr: „Infrastrukturen der Biosicherheit
Henning Füller in einem Author Meets Critics-Format, Critics: Jonathan Everts, Tilo Felgenhauer, Georg Glasze

12:45 – 13:45 Uhr: Pause mit Mittagessen

13:45 – 14:45 Uhr: Netzwerktreffen (Teil II)
Schwerpunkt: Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse zur Gründung eines Journals

15:00 – 16:00 Uhr: Netzwerktreffen (Teil III)
Schwerpunkte: Sprecher*innen-Wahl, Netzwerk-Darstellung, Überarbeitung https://digitale-geographien.de/

Programmdetails

Alle genannten Programmpunkte finden, wenn nicht anders angegeben, in den benachbarten Räumen VSP 1 5.09/5.10 im Gebäude des Instituts für Informatik statt (Von-Seckendorff-Platz 1/Haltestelle „Weinberg Campus“).

Die Tagung ist eine Nachfolgeveranstaltung des Netzwerks Digitale Geographien. Daher sind die inhaltlichen Programmpunkte der wissenschaftlichen Tagung an zwei Stellen mit organisatorischen Programmpunkten verknüpft (im Programm: Netzwerktreffen I, II und III). Diese Programmpunkte sind explizit auch an Personen gerichtet, die in der Vergangenheit nicht im Netzwerk aktiv waren, da wir im Rahmen der Diskussion um die Zukunft der Vernetzung und die etwaige Formierung als Arbeitskreis auch bisher nicht Aktive ansprechen möchten.

Für Verpflegung vor Ort wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 20 Euro anfallen.

Auf Anfrage ist eine Flüsterübersetzung auf Englisch möglich.

Wendet euch bei Rückfragen gerne an yannick.ecker (at) geo.uni-halle.de

Im Folgenden sind per Klick auf das „+“-Symbol Details zu einigen Programmpunkten einsehbar.

junior researcher-Vernetzung

Am Vorabend der Tagung laden Leonie und Yannick für Vernetzung von Wissenschaftler*innen und Studierenden ein, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen und sich für „Digitale Geographien“ interessieren. Erfahrungsgemäß sind wir mit unseren Themen an den jeweiligen Instituten eher vereinzelt und möchten uns über gemeinsame Probleme und Ideen sowie unsere mögliche Rolle in Netzwerk und Arbeitskreis austauschen. Melde dich bei yannick.ecker (at) geo.uni-halle.de, wenn du an dem Abend teilnehmen möchtest. Wir freuen uns auf dich!

Paper-Session I: Stream A, „Future of Labor“

Chair: Yannick Ecker

Sybille Bauriedl/Janne Lentz/Christiane Meyer-Habighorst/Me-Linh Riemann/Karin Schwiter/Anke Strüver: „Urbane Plattformökonomien: Transformationen von Arbeit und intersektionalen Ungleichheiten im Bereich der Sorgedienstleistungen“

Moritz Altenried: „Die Plattform als Fabrik: Zur räumlichen Organisation digitalisierter Arbeit“

Saumya Premchander: „Manufacturing Gender: Digitalization and the Future of Work as seen through the case of the Grünheide Tesla Gigafactory“

Paper-Session I: Stream B, „Digitalisierung & Zeitlichkeit“

Chair: Julia Verne

Niklas Gudowsky-Blatakes/Jacqueline Kowalski/Tabea Bork-Hüffer: „Augmentierte öffentliche Zukünfte: Szenarien augmentierter Realitäten in öffentlichen Räumen“

Finn Dammann/Boris Michel: „Governing digital flows. Für eine Geographie digitaler Zirkulationen“

Francis Harvey: „Die Räume der Zukunft finden in den Räumen der Vergangenheit deren Formen. Thesen zur Relevanz der Spatial Humanities für die digitale Geographien“

Paper-Session II: Stream A, „Politiken digitaler Infrastrukturen“

Chair: Henning Füller

Christiane Tristl: „PAYGo. Wasserautomaten und die Zukunft ländlicher Wassersystem im globalen Süden“

Leonie Büttner/Lucas Barning: „Zur Regierungsweise von Smart-Grid-Strategien in Deutschland und Indien“

Paper-Session II: Stream B, „Konstruktion der Stadt durch computerbasierte Technologien“

Chair: Boris Michel

Anne Kuppler: „Die Einbettung des Lokalen in Räumen digitaler Zukünfte“

Nick Förster: „Visionen und Versionen – Formen der Zukunft im „Digitaler Zwilling“ Projekt der Stadt München“

Paper-Session III: Stream A, „Digitalisierung als Werkzeug?“

Chair: Finn Dammann

Dominik Kremer: „Kritisch denken – digital forschen: Eine positive Zukunft für die Digital Geohumanities?“

Yannick Ecker: „Produktion von Raumwissen in der Plattformökonomie: empirische Zugänge und Implikationen“

Christian Schneider: „Die Digitalisierung im Naturschutz. Potenziale, Herausforderungen und die Abschätzung unbeabsichtigter Konsequenzen“

Paper-Session III: Stream B, „Digitale Zukunftserzählungen“

Chair: Leonie Büttner

Max Münssiger: „Digitale Souveränität als ökonomische Imagination – Zur Funktion digitaler Zukunftserzählungen
am Beispiel des europäischen Dateninfrastruktur-Projekts Catena X“

Lucas Barning/Henk Wiechers: „Talking about Democratisation – Der Diskurs zum demokratischen Potential von Smart
Grids im internationalen Energie-Journalismus“

Christina Walter: „Is the future of water really digital? Analyzing the discourse on Digital Water“

Posterentwurf zum Selbst-Aushängen

Geographisches Kolloquium mit Nina Gribat

Am Donnerstag, 09. Juni 2022 um 16.15h trägt Prof. Dr. Nina Gribat von der BTU Cottbus-Senftenberg im Rahmen des Geographischen Kolloquiums unter dem Titel „Leerstand, Typologie und Ästhetik. Beobachtungen aus dem Stadtumbau in Halle/Saale“ vor. Die Veranstaltung findet im Raum HS 4 1.43 des Instituts für Geowissenschaften und Geographie statt.

Neuerscheinung: Recalibrating the Quantitative Revolution in Geography

Gyuris, Ferenc; Michel, Boris; Paulus, Katharina (Hg.) (2022): Recalibrating the Quantitative Revolution in Geography. Travels, Networks, Translations. London: Routledge.

This book brings together international research on the quantitative revolution in geography. It offers perspectives from a wide range of contexts and national traditions that decenter the Anglo-centric discussions. The mid-20th-century quantitative revolution is frequently regarded as a decisive moment in the history of geography, transforming it into a modern and applied spatial science. This book highlights the different temporalities and spatialities of local geographies laying the ground for a global history of a specific mode of geographical thought. It contributes to the contemporary discussions around the geographies and mobilities of knowledge, notions of worlding, linguistic privilege, decolonizing and internationalizing of geographic knowledge.

This book will be of interest to researchers, postgraduates and advance students in geography and those interested in the spatial sciences.

https://www.routledge.com/Recalibrating-the-Quantitative-Revolution-in-Geography-Travels-Networks/Gyuris-Michel-Paulus/p/book/9780367640866

Workshop: New Collaborations in Critical Urban Research

A Data Analyst, a Sociologist, and a Planner Walk into a…: New Collaborations in Critical Urban Research

May 12-14, 2022

Center for Metropolitan Studies, Berlin

Numbers and calculation are making a big comeback in urban studies. Beginning in the 1980s, many scholars turned away from quantitative research toward a renewed focus on qualitative study: research questions that interrogate attitudes, perceptions, and beliefs; research designs that prefer ethnographic methods of interviewing and participant observation; theory that seeks to underscore relationality, process, and change. The field of critical urban studies emerged out of multiple disciplines, examining the crises and problems of the late capitalist city and new potentials for social justice and liberation. However, the increased use of digital devices and platforms, sensors, RFID tags, and other data capturing equipment, has pulled us back to numbers, and has opened new avenues for research in many directions central to the broader field of urban studies: mobility, health, logistics, climate, governance, etc.

Currently, we see a clear split between researchers who are working with these large data sets and those with backgrounds in qualitative research. Actual cooperation across these disciplines is extremely limited. In part, this split is a result of differing purviews: many qualitative researchers are critical of big data research for the same reason they were critical of the statistical sociological research of the 1960s and 1970s: numbers are limiting, partial, and although they often have the agency of authority, they do not give us a full picture let alone a real understanding. Many hold reservations about the ethics of data collection regarding privacy, surveillance, and inequities. However, the split is also reinforced by the high hurdle of gaining proficiency in data science and the programs involved as well as the difficulty of obtaining access to big data sets. Likewise, data scientists are often not exposed to the longstanding and varied traditions of critical thinking about urban and social theory within the social and spatial sciences.

Believing that a more intense collaboration is necessary for the future of urban studies, the Department of Urban Planning at the Brandenburg Technical University – Cottbus Senftenberg and the Institute of Geoscience and Geography at the Martin-Luther University Halle-Wittenberg here is holding an action-based workshop to be held in in collaboration with the Center for Metropolitan Studies at the Technische Universität Berlin May 12 – 14th, 2022. The event brings together twenty enthusiastic scholars to look at how communication between the disciplines can be facilitated. Over the course of the three days, smaller working groups will discuss and plan collaborative research designs based on shared research interests (e.g., mobility, governance, tourism, migration, sprawl, platform urbanism–to give a few of many possible examples). This active practice will allow us to better conceptualize intersections and hurdles more generally, and may hopefully lead to new research projects. The program will also include inputs, discussions, and debates surrounding the methodological and epistemological issues in bringing these two fields together. In these two ways we aim to contribute to a more generalized understanding of cross-sectional collaboration as well as to possibly kickstart significant collaboration in the field of urban studies. 

Conference Organizers:
Dr. Emily Bereskin, Fachgebeit Stadtplaung, BTU-Cottbus
Dr. Nina Gribat, Fachgebeit Stadtplanung, BTU-Cottbus
Dr. Boris Michel, Intitute for Digital Geography, Martin-Luther University Halle-Wittenberg

Funded by the Bundeszentrale für politische Bildung